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Stellungnahmen der DMLBonn e.V.
Muslim-Liga erwartet Ächtung der weiblichen Genitalverstümmelung
Pressemitteilung der Deutschen Muslim-Liga Bonn e. V. zum Thema "Weibliche
Genitalverstümmelung" vom 21.11.2006
Eine weltweite Verurteilung der weiblichen Genitalverstümmelung erwartet die
Deutsche Muslim-Liga Bonn von der Konferenz, zu der der Mufti von Ägypten
bedeutende islamische Gelehrte aus zahlreichen afrikanischen und asiatischen
Ländern für den 22. und 23. November nach Kairo eingeladen hat. Auch deutsche
Wissenschaftler nehmen als Gäste teil. Die Konferenz kann kein Verbot
aussprechen, aber die Genitalverstümmelung als mit dem Koran unvereinbar
ächten. Weltweit sind etwa 150 Millionen Mädchen und Frauen Opfer dieser
archaischen Praxis. Laut UNO kommen täglich 8000 weitere hinzu. Auch unter
Migranten in Deutschland sind Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung bekannt
geworden. Obwohl die „Frauenbeschneidung“, wie sie oft beschönigend genannt
wird, nicht nur in islamischen, sondern auch in christlichen und animistischen
Gesellschaften praktiziert wird, gilt sie meist als islamische Tradition. Auch
deshalb muss von der Kairoer Konferenz der Islam-Gelehrten eine
unmissverständliche Verurteilung erwartet werden.
Deutsche Muslim-Liga Bonn e.V. - 1427 / 2006
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